Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Auflösungs- und Geldverteiltreffen

Hallo alle,

auf unserem letzten Treffen haben wir beschlossen, uns jetzt geordnet aufzulösen. Das betrifft sowohl die Kampagne gegen die Repression im Rahmen der Liebig-14-Räumung als auch den Versuch, allgemein eine Kampagne zu Repression im Rahmen von Stadt- und Mietprotesten zu machen. Letzterer wird allerdings nur auf Eis gelegt, und kann jederzeit wieder aufgenommen werden.

Unser nächstes Treffen ist am SONNTAG, den 5. FEBRUAR 2012 um 16 UHR in der NEWYORCK IM BETHANIEN. Auf diesem Treffen werden wir das vorhandene Geld zwischen den Leuten, die Geld im Rahmen der Liebig-14-Repression oder auch sonstiger Repression im Rahmen von Stadt- und Mietkämpfen brauchen, aufteilen.

Wenn ihr bereits einen Prozeß oder Strafzahlungen hattet, bitte informiert uns doch bis Anfang Februar unter gesa@riseup.net. Wichtig für uns ist natürlich u.a. die Höhe der aufgelaufenden Kosten, wie es zu diesen Kosten kam (Strafbefehle, Einstellungen, Verurteilungen, Anwaltskosten usw.) und die Frage, wer sich noch an den Kosten beteiligt.

Wir raten Allen, die Kosten wegen Repression im Zusammenhang mit politischen Aktionen hatten, auf jeden Fall auch bei der Roten Hilfe vorbei zu schauen!!! (http://www.berlin.rote-hilfe.de/rh/)

Auch wenn Euer Prozeß noch läuft, oder sogar noch nicht begonnen hat, wäre toll, wenn ihr uns über den aktuellen Stand – und voraussichtlich oder eventuell auf Euch zukommende Kosten – informieren könntet! Je nachdem, von wie vielen noch offenen Prozeßen wir wissen, werden wir einen Teil des vorhandenen Geldes zurück legen.

Wir fänden auch großartig, einen Überblick zu bekommen, welche Prozesse denn schon gelaufen sind, und wie jeweils der Ausgang war! Das gilt natürlich auch dann, wenn ihr geschafft habt, die durch die Repression entstandenen Kosten selbst durch Soliparties oder ähnliches aufzubringen.

Wie weiter mit der GESA-Gruppe?

Heute, am 2. Oktober, waren wir ein sehr kleines Treffen, und es stellt sich die Frage, wie (und ob) es mit unserer Antirepressions-Gruppe weitergeht.

Hiermit möchten wir Euch alle herzlich zum nächsten Treffen am Sonntag, den 6. November, um 16 Uhr in die NewYorck im Bethanien einladen.

Auf diesem Treffen werden wir gemeinsam beschließen, ob und wie es mit der Gruppe weiter gehen kann. Wenn wir uns entschließen, die Gruppe zu beenden, müssen wir gemeinsam eine gute Auflösung hinkriegen. Unser Vorschlag wäre, die vorhandenen Gelder bis Ende des Jahres unter allen interessierten Betroffenen zu verteilen und dann die Gruppe endgültig zu schließen.

Aber vielleicht treffen wir uns ja zahlreich heute in genau 5 Wochen, und beschließen voller Elan, Freude, Optimismus und Wut auf die Verhältnisse weiter zu machen! Schön wär’s ja!

Diskussionsrunde die 2te

Die letzte Diskussionsrunde mit den nach der L14-Räumung von Repression Betroffenen ist gut gelaufen. Dem Ziel sich gegenseitig zu stärken, Ideen zu entwicklen und zu diskutieren sind wir näher gekommen. Die Runde hatte eine Athmosphäre in der ohne Gepose verschiedene Ansichten und Strategien von Betroffenen selbst formuliert werden konnten. Dabei sind gegensätzliche Punkte andiskutiert worden und dann auch teilweise einfach so stehen gelieben.

Für den 07.08. (18:00 im Betanien) möchten wir zur Weiterführung der Diskussion einladen. Kommt vorbei mit euren Fragen, Unsicherheiten und Ideen und mal schauen ob es möglich wird zusammen neue Wege zu finden offensiv mit Repression umzugehen und bekannte Mittel effektiv für die L14-Betroffenen nutzbar zu machen.

Solidarische Grüsse der EA

P.S: Leider können wir zu dem kommenden Termin nicht. Wir wollten das Treffen oder die Einladung dazu aber nicht von uns abhängig machen und glauben auch nicht, dass ihr uns wirklich braucht, um Ideen zu entwickeln und euch auszutauschen. Natürlich sind wir für alle Fragen am Start und auch gerne bereit, uns zu Themen die ihr anfragt vorzubereiten und sie mit euch zu diskutieren. Ansonsten für den „normalen Justizscheiss“ kommt in die Sprechstunde (Di 20:00 – 22:00 EA Büro im Mehringhof).

Ratgeber für Gefangene – Aufruf zur Mitarbeit

Ab diesem Jahr soll an einer Neuauflage des Antirepressionsstandartwerks “ Ratgeber für Gefangene mit medizinischen und juristischen Hinweisen“ gearbeitet werden.

Dieses Buch wurde zuletzt 1989 aufgelegt. Als aktualisierbare Loseblattausgabe auf ca. 600 Seiten war es ein

„Versuch, die Grenzen einer bloß beschreibenden Situation der Gefangenen zu überschreiten, indem hier nicht nur Erkenntnisse über diese Institution [Knast] verbreitet werden sollen, sondern vor allem unmittelbar verwertbare, brauchbare
Informationen für diejenigen, die ihr unterworfen sind.“
(aus dem damaligen Vorwort)

Der Knast drängt den/die einzelne Gefangene in ein isoliertes und fremdbestimmtes Leben. Der Ratgeber soll helfen, den Gefangenen Strategien zu vermitteln, um das Überleben im Knastalltag zu erleichtern.
Darüber hinaus soll das Buch auch Freund_innen und Verwandten von Gefangenen Hilfestellungen leisten.
Wir, die vorläufige Redaktion setzten uns aus Menschen die im Antirepressionsbereich tätig sind zusammen.
Wir glauben, dass zwar der Ratgeber, nicht aber der Versuch die Mauern zu durchdringen an Aktualität eingebüßt hat. Deswegen wollen wir versuchen, das Buch auf den aktuellsten Stand zu bringen und neu aufzulegen.

Hierzu brauchen wir eure Hilfe. Das Buch ist so umfangreich und erfordert ein solches Maß an Fachwissen und Erfahrungen, dass wir es unmöglich alleine aktualisieren können.
Insbesondere sind wir auf die Mitarbeit von Menschen angewiesen, die bereits unmittelbare Erfahrungen mit dem System Knast gemacht haben.

Und jetzt hoffen wir auf Euch:
Wir haben die alte Version des Gefangenenratgebers auf unseren Blog hochgeladen und ein Arbeitswiki eingerichtet. Wenn ihr Euch vorstellen könnt, an einem der Kapitel (18 an der Zahl) mitzuarbeiten, dann schreibt uns doch eine kurze Mail oder lasst selber alle im Wiki wissen, dass ihr an dem Kapitel arbeitet (damit es nicht mehrere gleichzeitig machen).

Hier nochmal alle Fakten:

das Buch online: www.ratgeberfuergefangene.blogsport.de

das Arbeitswiki: fsi.spline.de/gefangenenratgeber

unsere email: ratgeberfuergefangene@riseup.net

Leitet die Einladung auch gerne an andere Interessierte weiter.

Solidarische Grüße

„Der Knast raubt dem Individuum seine soziale Funktion und reduziert es auf ein biologisches Wesen. Alles wird kontrolliert: jede Bewegung (wann er/sie in den Hof geht, telefonieren geht, Besuch empfängt…) wann er/sie isst, schläft… Anders gesagt, der Mensch in Gefangenschaft verliert die Kontrolle über sich selbst, man kann nicht mehr von „Rechten und Pflichten“ sprechen, sondern nur noch von Anweisungen und Gehorsamkeit( es gibt so viele Pflichten, dass es schwer ist, die eigenen Rechte wahrzunehmen).“

Antirep-Druzbar am 30.05